Endometriose - wie wird sie behandelt?

1. Medikamentöse Therapie

Hierzu verschreibt der Arzt Medikamente. Sie ändern die Hormonproduktion in ihrem Körper, um eine Rückbildung der Endometriose zu erreichen.

Etwa 70% der Endometrioseherde unterliegen einer hormonellen Beeinflussung. Die Reaktion auf die Hormone wird vor alem über Hormonrezeptoren im Gewebe gesteuert. So ist der Erfolg einer medikamentösen Therapie davon abhängig, ob die Endometrioseherde Hormonrezeptoren haben oder nicht. Bisher kann dies nur in Einzelfällen durch sehr aufwendige Gewebeuntersuchungen vorab festgestellt werden.

Die medikamentöse Behandlung unterdrückt aber auch das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, d.h. die Regelblutung fällt meistens aus. Gleichzeitig wird das Wachstum der Endometrioseherde gehemmt und ihre Rückbildung bewirkt. Ihr Arzt wählt das für Sie geeignete Medikament aus. Wichtig ist, dass Sie dieses in der vorgeschriebenen Dosierung regelmäßig einnehmen. Nur so kann erreicht werden, dass eine effektive Hemmwirkung auf die Endometriose erfolgt.

Beachten Sie bitte, dass es bei der Einnahme von Medikamenten zu Begleitwirkungen kommen kann. Dieses wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen.


2. Operative Therapie

Ziel der operativen Behandlung ist die Unterdrückung durch möglichst vollständige Entfernung des Endometriosegewebes. Je nach Ausdehnung und Lokalisation erfolgt diese durch Bauchspiegelung, Bauchschnitt oder durch die Operation von der Scheide her.


3. Kombinationstherapie

In einigen Fällen - insbesondere bei Schmerzpateintinnen und forgeschrittenen Stadien - erweist es sich als notwendig, an die Operation eine medikamentöse Therapie anzuschließen. Dadurch können auch kleinste Herde oder operativ nicht zugängliche Endometrioseansiedlungen beseitigt werden.

Bewährt hat sich in Sonderfällen die sogenannte "Dreiphasentherapie", d.h. in der dritten Phase des Therapiekonzeptes werden - nach 6-9 Monaten hormoneller Behandlung - noch verbliebene Reste durch eine neue Bauchspiegelung beseitigt.

Zur langfristigen Unterdrückung der Endometriose stehen diese operativen und medikamentösen Therapiekombination im Vordergrund, wobei es eine echte Prophylaxe nich´t gibt, da die Ursache der Erkrankung immer noch unbekannt ist.



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