Endometriose - wer kann sie bekommen?

Alle Mädchen und Frauen, die Regelblutungen haben.

Das Endometriosegewebe ist dem der Gebärmutterschleimhaut ähnlich. Sein Wachstum wird meist hormonell gesteuert. Daher können Endometrioseherde wie die Gebärmutterschleimhaut bluten. Nur mit dem Unterschied, dass das abgestoßene Gewebe nicht durch die Scheide den Körper verläßt, sondern im Körper verbleibt. Es sammelt sich z.B. in der Bauchhöhle hinter der Gebärmutter an, um von dort aus langsam wieder vom Körper aufgenommen zu werden. Staut sich das Blut, z.B. in einem Endometrioseherd des Eierstocks, so bilden sich Endometriosezysten. Wegen ihres blutigbraunen Inhalts werden diese auch Schokoladen- oder Teerzysten genannt.

Zunächst soll der Ablauf der Regelblutung (Monatszyklus) erklärt werden, die während der Geschlechtsreife einmal im Monat stattfindet.


Der Monatszyklus

Bei den meisten Frauen hat die Regel einen 28tägigen (+/- 2 Tage) Rhythmus. Ein Zyklus mit Eisprung und normaler Bildung von Östrogenen und Progesteron ist Voraussetzung für eine Schwangerschaft.

Ein Zyklus beginnt mit dem Tag der Regelblutung (Dauer ca. 4-6 Tage). Sie entsteht durch Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut, wenn es nicht zu einer Schwangerschaft gekommen ist.


Zyklus ohne Befruchtung

Im normalen Zyklus erfolgt etwa am 14. Tag der Eisprung.

Bleibt das Ei unbefruchtet, kommt also die Einnistung eines befruchteten Eies in der Gebärmutterschleimhaut nicht zustande, so bildet sich der Gelbkörper zurück und die Östrogen- und Progesteronspiegel sinken bis zum 28. Tag stark ab. Dies leitet das Abstoßen der Schleimhaut ein; die Menstruationsblutung beginnt.


Zyklus mit Befruchtung

Wird ein Ei befruchtet, so kommt es nach 6-7 Tagen normalerweise zur Einnistung in die Gebärmutterhöhle und zur Abgabe von Hormonen an die Mutter (Humanes Chorion Gonadotropin, abgekürzt HCG). Dies bewirkt eine Stimulation des Gelbkörpers und damit ein Ansteigen der Östrogene und des Progesterons. Dadurch unterbleibt das Abstoßen des Endometriums; die Periode "fällt" aus.

Nach dem Eisprung gelangt das Ei in den Eileiter und wird dort befruchtet. Innerhalb von 5-6 Tagen wandert das befruchtete Ei durch den Eileiter in die Gebärmutterhöhle. Dort nistet es sich ein und entwickelt sich über 9 Monate zum geburtsreifen Kind.


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