Röpersberg Klinik Ratzeburg

(zertifizierte Rehabilitationsklinik für Endometriose - Zertifikat gültig bis Dezember 2018)

Röpersberg Klinik Ratzeburg GmbH
Anerkannte Fachklinik für AHB und Rehabilitation
Röpersberg 47
23909 Ratzeburg

Anspechpartnerin:
Oberärztin Dr. med. Kerstin Knauth

Fachärztin für Gynäkologie

Tel.: 04541 / 133405
Fax : 04541 / 133407
E-Mail: info@rkrz.de
Internet: www.roepersbergklinik.de

Die Endometriose ist ein komplexes Krankheitsbild und bedarf einer ganzheitlichen medizini­schen Betreuung. Dazu steht den betroffenen Frauen in der Röpersbergklinik Ratzeburg ein multiprofessionelles Team mit Fachärzten, Pflegekräften. Physiotherapeuten sowie medizini­schen Bademeistern, Psychologen, Sozialarbeitern, Ergotherapeuten sowie Diätassistenten zur Verfügung. Sie alle arbeiten nach einem von uns speziell ausgearbeiteten Endometriosekon­zept.

Dabei stehen folgende Ziele im Mittelpunkt: körperliche und seelische Stabilisierung, Schmerzbewältigung, Vermittlung wichtiger Krankheitsinformationen, Hilfen bei der Krankheitsbewältigung und vertrauensvolle Beratung zu Fragen der Partnerschaft, Sexualität sowie ungewollte Kinderlosigkeit.

Natürlich ist eine fachärztliche Betreuung mit verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten gegeben. In unserem Haus gewährleisten wir gleichzeitig durch die Präsenz von Urologen und Internisten auch die Behandlung von Endometriose – Erkrankungen im Bereich der Harnblase und des Darms.

Die Optimierung der Schmerztherapie spielt eine zentrale Rolle. Informationen zu der Er­krankung werden in ärztlichen Vorträgen und Einzelgesprächen vermittelt. Zusätzlich findet ein Erfahrungsaustausch in ärztlich angeleiteten Kleingruppen statt. Eine Sexualberatung ein­zeln oder gemeinsam mit dem Partner ist möglich. Möglichkeiten der Kinderwunschbehand­lung werden ausführlich besprochen.

Durch körperliches Training werden Schmerzen weniger intensiv empfunden und können besser verarbeitet werden. Eingesetzt wird Gymnastik in der Sporthalle sowie im Bewe­gungsbad in unterschiedlichen Leistungsstufen. Dabei kommen auch Atemübungen zum Ein­satz, die die Angst abbauen und Rückenschulung, die eine Schonhaltung verhindert. Zusätz­lich wird Beckenbodentraining angeboten. In der Sporttherapie kann für jede Rehabilitandin ein spezielles Trainingsprogramm zusammengestellt werden. Dadurch werden die körperliche Leistungsfähigkeit und das Selbstwertgefühl gefördert und eine bessere Krankheitsverarbei­tung erzielt. Walking, Nordic Walking und Terraintraining gehören ebenfalls zum Programm.

Zu weiteren Maßnahmen zählen medizinische Teil – und Vollbäder. Mit ihren unterschiedli­chen Zusätzen wirken sie krampflösend und können so auch Narbenbeschwerden abbauen. Unterschiedliche Massageformen (wie Bindegewebs- und Fußreflexzonenmassage), aber auch Wärme, Ultraschall – und Elektrotherapie tragen dazu bei, Verwachsungsbeschwerden, Ver­stopfungen und Schmerzzustände abzubauen.

Oftmals haben die Frauen bereits eine jahrelange Diagnostik und Therapie hinter sich. Sie müssen sich u.a. mit Wechseljahresbeschwerden, ungewollter Kinderlosigkeit, sexuellen Problemen, Schmerzen, Angst und evtl. Organverlust auseinandersetzten. Deshalb bieten wir psychologische Einzel – sowie Paargespräche an. Sehr gut wird die psychologische Betreuung in Kleingruppen angenommen, da hier ein intensiver Erfahrungsaustausch zwi­schen den Rehabilitandinnen möglich ist. Bei Bedarf können Angst – und Stressbewältigung erlernt oder verbessert werden. Dazu dienen auch die angebotenen Entspannungsverfahren – wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Qi Gong. Alle diese Maßnahmen helfen den Betroffenen, Strategien zur Krankheits – und Schmerzverarbeitung zu entwickeln. Dadurch ist es wieder möglich die Lebensqualität zu erhöhen. Ergänzend dazu bieten wir die kreative Ergotherapie an. Es wird hier mit unterschiedlichen Materialien wie Stein, Ton, Farbe oder Korb gearbeitet.

In der Kunst – und Gestaltungstherapie können sich die Rehabilitandinnen im therapeuti­schen Plastizieren, kreativen Malen oder der Tanztherapie ausdrücken. Gerade durch die Tanztherapie lernen die Betroffenen mit ihrer körperlichen Situation umzugehen und auf ihren Körper durch Bewegung einzugehen.

Unser Sozialdienst klärt die Frauen über die Möglichkeit der Beantragung eines Schwerbe­hindertenausweises auf und hilft bei der Antragstellung.

Der Sozialarbeiter prüft, ob bzw. welche Einschränkungen bei der beruflichen Tätigkeit be­stehen und hilft, eine gute Position im beruflichen Erwerbsleben zu erhalten bzw. wiederzu­erlangen. Es werden Selbsthilfegruppen vermittelt, damit die betroffenen Frauen auch zu­hause weitere Ansprechpartner haben und sich nicht allein gelassen fühlen.

Die Rehabilitandinnen erhalten durch speziell ausgebildete Diätassistentinnen Informationen zur gesunden, fettarmen, ballaststoffreichen, vitaminreichen und ausgewogenen Ernährung. Die Möglichkeit zur Selbstzubereitung der Kost ist unter Anleitung in der Lehrküche möglich. Bei bestehendem Übergewicht werden die Frauen angeregt, ihr Gewicht durch geeignete Kostform zu reduzieren. Es wird ihnen vermittelt, dass im Fettgewebe vermehrt Östrogene gebildet werden, die das Krankheitsbild noch verstärken können. Bei Hormonentzugtherapie (GnRH- Analoga) wird über kalziumreiche Kost zur Osteoporoseprophylaxe informiert.

Wichtig ist auch das Annehmen einer gesunden Lebensweise – wie Nikotinverzicht. Hier hel­fen wir mit Nichtrauchertraining. Zusätzlich wird eine Gesundheitsschulung angeboten.





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